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Wir sind eine Gruppe von 15 eigensinnigen Frauen, alle mit
einem Hang für schräge Töne, traurige Geschichten
und einer Sehnsucht nach dem Süden.
Alles nahm seinen Anfang
in den frühen Achtzigern, als einige von uns begannen, für
Giovanna Marini zu schwärmen, die in Hamburg ihre ersten
Auftritte feierte. Dann ging viel Zeit ins Land.
Gegründet
haben sich die Fazzolette erst zwanzig Jahre später, im Juni
2003. Das alles war mehr oder weniger ein Zufall: Eine kannte
eine und die kannte eine andere und die wiederum kannte Annunziata.
Wir haben sie, sobald es ging, nach Hamburg eingeladen und singen
seit dieser Zeit fünf Wochenenden im Jahr mit ihr.
Wir haben
uns als Projekt in Eigenregie formiert und proben ohne Annunziata
regelmäßig alle zwei Wochen.
Le Fazzolette bedeutet soviel wie Die Taschentücherinnen.
Genau genommen gibt es das Wort gar nicht: Richtig müsste
es I Fazzoletti heissen. Diese Neuschöpfung haben
wir uns einfach erlaubt, weil wir alle Frauen sind und weil es
in diesen Liedern so viele Anlässe zum Weinen gibt.
Nach unserem ersten großen Konzert, das wir im Sommer 2005
vor Freunden gaben, waren wir wie euphorisiert. Unsere ersten
öffentlichen Auftritte hatten wir dann im Dezember 2005 auf
einem Adventsmarkt in Hamburg und im September 2006 anlässlich
einer Ausstellungseröffnung
im italienischen Kulturinstitut. |

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